微妙 (bimyō)
bee-MYOHAdjektivUmgangssprachlich
Japanisch: ein Slangbegriff. Japanischer Slang von A bis Z.
Was es bedeutet
Mäßig; geht so; eher durchwachsen. Die höfliche Art zu sagen, dass etwas schlecht ist, ohne das Wort „schlecht“ in den Mund zu nehmen — und von jedem genau so verstanden.
Außerdem tatsächlich „auf der Kippe“ — bei einem Ergebnis, einem Zeitplan oder einer Chance, die so oder so ausgehen kann.
Wörtlich: Subtil; fein; schwer zu fassen.
Beispiele mit Übersetzung
—映画どうだった?—うーん、微妙。
„Wie war der Film?“ „Hmm … ging so.“
Hinweis: Als Antwort auf „Wie war es?“ ist das ein klares Negativurteil, nur in höflicher Verpackung.
間に合うかは微妙だね。
Ob wir es rechtzeitig schaffen, steht echt auf der Kippe.
Woher es kommt
Im gehobenen Sprachgebrauch ein Lob — 微妙な味わい bezeichnet eine feine Geschmacksnuance. Der Slang-Gebrauch behält die Weigerung, sich festzulegen, und streicht die Bewunderung; genau deshalb funktioniert das Wort als gesichtswahrende Kritik.
Andere Formen
- Umschrift:
- bimyō